Hier werden voraussichtlich unsere schulinternen Fachcurricula zum Schuljahr 2025/26 dargestellt.
Basale Kompetenzen laut SWK-Gutachten
Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) setzt in ihrem Gutachten „Basale Kompetenzen vermitteln – Bildungschancen sichern. Perspektiven für die Grundschule.“ (2022) den Fokus auf den Erwerb „basaler Kompetenzen“ und die Sicherstellung von Mindeststandards in der Grundschule. Basale Kompetenzen sind laut Gutachten die Voraussetzung für das Erreichen der Mindeststandards, die im Rahmen der KMK-Kompetenzstufenmodelle festgelegt wurden. Diese Kompetenzen bilden die Grundlage für anschließende Lernprozesse. Zu diesen zählen bestimmte kognitive Kompetenzen, fachliche (sprachliche und mathematische) Kompetenzen sowie sozial emotionale Kompetenzen. Die Beschreibung dieser basalen Kompetenzen erfolgt im Gutachten eher allgemein. Das lässt Raum für (fächer-)übergreifende Debatten und individuelle Schwerpunktsetzungen. Im Folgenden werden die basalen Kompetenzen aus dem Gutachten der SWK zusammengefasst.
Sprachliche Kompetenzen
- Sprechen und Zuhören: Der Bereich umfasst die Fähigkeit, sich mündlich und schriftlich mit anderen Personen adressatengerecht über Sachverhalte verständigen zu können (Gesprächskompetenz); Voraussetzung dafür ist ein entsprechender Wortschatz und die Fähigkeit, Wörter zu Sätzen zusammenzubauen und deren Bedeutung zu verstehen.
— Lesen: Hierzu gehören insbesondere die Leseflüssigkeit (Wörter und Sätze schnell und sicher erfassen) und Lesestrategien (Inhalte ganzer Texte und deren Absicht erfassen, zunehmend auch bei digitalen Texten).
— Schreiben: Das umfasst die Schreibflüssigkeit (zügiges und orthografisch korrektes Schreiben von Wörtern und Sätzen) sowie die Beherrschung von Schreibstrategien (Planen, Formulieren und Überarbeiten von zusammenhängenden Texten).
Mathematische Kompetenzen
— Prozessbezogene mathematische Kompetenzen: Hierunter fallen das Aufstellen von Vermu- tungen zu Zusammenhängen, Erläutern von mathematischen Zusammenhängen, Entwickeln von Lösungsstrategien mithilfe systematischen Probierens, Entnehmen von für Lösungen relevanten Informationen aus Texten und Auswählen von geeigneten Darstellungsformen für Lösungen.
— Inhaltsbezogene mathematische Kompetenzen: Der Bereich umfasst insbesondere ein tragfähiges Zahlverständnis (das heißt eine grundlegende Vorstellung von Zahlen und Stellenwerten, das Verbinden von zentralen Darstellungsformen und Verstehen von Zahlbeziehungen). Für ein tragfähiges Operationsverständnis sollten Rechenoperationen nicht nur regelbasiert ausgeführt, sondern verstanden werden.
Kognitive Kompetenzen
— Selektive Aufmerksamkeit: Beschreibt die Fähigkeit, zu fokussieren und irrelevante Reize zu unterdrücken.
— Arbeitsgedächtnis: Speichert kurzfristig begrenzte Menge an Informationen zur Weitergabe an das Langzeitgedächtnis. Die Leistungsfähigkeit des Arbeitsgedächtnisses ist relevant für den Aufbau der fachlichen Kompetenzen.
— Lernstrategien und metakognitive Regulation: Lernstrategien können eingesetzt werden, um Inhalte zu erarbeiten und zu erinnern. Metakognition beschreibt die Planung, Überwachung und Regulierung des Lernprozesses und den Einsatz von Lernstrategien.
— Vorwissen: Beschreibt vorhandenes Wissen, an das Neugelerntes angeknüpft werden kann.
Sozial-emotionale Kompetenzen
— Soziale Kompetenz: Umfasst die Entwicklung von Freundschaftsbeziehungen und das Fin den der eigenen Rolle in Bezugsgruppen. — Bindung: Beschreibt das Ausbalancieren von Beziehungen innerhalb und außerhalb der Familie.
— Emotionale Kompetenz: Umfasst die Fähigkeit, Emotionen angemessen auszudrücken, und Strategien im Umgang mit eigenen Emotionen.
— Selbstwahrnehmung: Beschreibt den Aufbau eines Selbstkonzepts (zum Beispiel Wahrnehmung eigener Fähigkeiten) und den Umgang mit sozialen Vergleichen. Wichtig ist die Fähigkeit zum Belohnungsaufschub.
— Entwicklung der Persönlichkeit: Meint die weitere Differenzierung im Hinblick auf Persönlich- keitsmerkmale.